MEHR GENUSS ZUM JUBILÄUM

Beeindruckende Haupttagung der Jeunes Restaurateurs am Tegernsee

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Im fünfundzwanzigsten Jahr ihres Bestehens beweisen die Jeunes Restaurateurs (JRE) – die Vereinigung junger Spitzenköche – nicht nur in der Küche ihr großes Können. Auf der Haupttagung der Vereinigung bei Michael Fell in den Egerner Höfen, Rottach-Egern, präsentierte der Vorstand um den Präsidenten Alexander Dressel den Mitgliedern sein eindrucksvolles Arbeitsprogramm. Im Mittelpunkt: Die erfolgreichen Projekte wie das JRE-Genussnetz, die JRE-Genuss-Akademie und das JRE-Genusscatering, mit dem die Spitzenköche zukünftig bei ausgewählten Ereignissen auftreten werden. Außerdem beschloss die Vereinigung die Aufnahme von drei neuen Mitgliedern. Durch die Änderung der Satzung können zukünftig auch angestellte Köche oder selbstständige Inhaber von Gastronomiebetrieben, die selber keine Köche sind, Mitglied in der Vereinigung werden. Dressel: „Wir stellen uns damit auf die sich ändernde gastronomische Landschaft ein. Voraussetzung ist, dass alle Beteiligten den Handbuch-Vertrag unterschreiben und damit die Werte unserer Gemeinschaft anerkennen“.

Zentrales Thema der Jeunes Restaurateurs bleibt die Ausbildung des Nachwuchses. Sehr zufrieden zeigt sich die Vereinigung deshalb mit der großen Resonanz auf die JRE-Genuss-Akademie, die am 21. November ihren ersten Ausbildungsjahrgang einschulen wird. Mehr als 20 Anmeldungen sind aus den Mitgliedsbetrieben eingegangen. Die Akademie knüpft damit an den Erfolg der Eliteklasse an, die von den JRE bereits vor gut zehn Jahren gemeinsam mit dem gastronomischen Bildungszentrum in Koblenz gegründet wurde. In der JRE-Genuss-Akademie in Bad Überkingen werden die zukünftigen Azubis in Kooperation mit der DEHOGA Akademie zu Spitzenköchen ausgebildet.

Eine besondere Erfolgsgeschichte ist auch das JRE-Genussnetz, das die Vereinigung bereits im Frühjahr offiziell gestartet hatte. Im Genussnetz kooperieren die Jeunes Restaurateurs mit Herstellern ausgewählter Lebensmittel aus Deutschland und den Niederlanden. Die Partner betonen das gemeinsame Engagement für Nachhaltigkeit, Regionalität, Saisonalität und den bewussten Umgang mit hochwertigen Lebensmitteln. Im Rahmen der Haupttagung präsentierten sich einige Mitglieder des Genussnetzes mit ihren Produkten und stießen bei den Köchen auf große Resonanz. Mit dem JRE-Genusscatering wollen die Jeunes Restaurateurs im nächsten Jahr ein weiteres Projekt starten, um die Vereinigung noch stärker in den Fokus zu rücken. Ziel ist das Catering ausgewählter Veranstaltungen mit den Spitzenköchen aus den Reihen der Jeunes Restaurateurs. Dressel: „In der Vergangenheit haben wir bereits bei großen Events – beispielsweise bei der Bambi-Verleihung oder der Berlinale – mit mehreren Kollegen zusammengearbeitet. Nur wir können in kürzester Zeit eine Reihe von renommierten Sterneköchen für solche Projekte zusammenbringen. Zusätzlich wollen wir unsere Zusammenarbeit weiter professionalisieren und unter einem gemeinsamen Dach vermarkten.“

Die erfolgreiche Arbeit der Vereinigung wird auch in der Branche registriert – dies zeigt die zunehmende Anzahl von Bewerbungen für die Jeunes Restaurateurs. Auf der Haupttagung beschlossen die Mitglieder die Aufnahme von drei neuen Mitgliedern. Benjamin Maerz ist Inhaber und Küchenchef des Restaurant Maerz in Bietigheim Bissingen und gilt als jüngster Sternekoch Deutschlands. 2013 erhielt der damals 25-jährige Spitzenkoch seinen ersten Stern. Zweiter Neuzugang ist Markus Pape vom Meisenheimer Hof in Meisenheim. Der 35-jährige Küchenchef blickt auf erfolgreiche Stationen im Vendôme und Im Schiffchen zurück. Dritter im Bunde der neuen Mitglieder ist Jan-Philipp Berner vom Söl’ring Hof auf Sylt. Dort arbeitet er seit 2013 als rechte Hand des JRE-Mitglieds Johannes King. Der 28-jährige war unter anderem zwei Jahre bei einem weiteren Jeunes Restaurateurs, Nils Henkel, in Schloss Lerbach tätig. Im September 2013 wurde er Sieger des 37. Concours International des Jeunes Chef Rôtisseurs (Weltmeisterschaft für Jungköche).

Mario Pattis, der ab 1. Januar 2017 die Gastronomie in der Gläsernen Manufaktur in Dresden übernimmt, kehrt aus dem Status eines beurlaubten Mitglieds in die Vereinigung zurück. Bei diesen vielen guten Nachrichten fällt das Resümee zur Haupttagung von Alexander Dressel sehr positiv aus: „Wir haben in den letzten Jahren viele tolle Genuss-Projekte ins Leben gerufen. Damit können wir auch die Zukunft erfolgreich gestalten. Die Neuaufnahmen und weitere Bewerbungen zeigen, dass die Jeunes Restaurateurs auch nach 25 Jahren weiter an Attraktivität gewinnen“. Das Jubiläum wurde von den Jeunes Restaurateurs im Anschluss an die Tagung mit einer festlichen Gala in den Egerner Höfen gefeiert.